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Wenn an die Stelle von Unwissenheit das
Wissen um das tritt, was Ewig ist und dieses Wissen Gewicht
erhält in unserer Existenz – setzt dies eine erstärkte
Befreiungsbewegung in Gang, die unser Leben ergreift -
Wirkliches Wissen bricht in unserem Herzen auf, die Erkenntnis
des Absoluten als unsere eigentliche Wirklichkeit ist identisch
mit SEIN.
Wissen ist SEIN.
Sein ist unmittelbar gewusstes, ein-gesehens Wissen.
Erkenntnis erscheint hier nicht als intellektuelle, als Teil
des Verstandes, sondern enthüllt sich aus der Unmittelbarkeit,
der Identität mit dem, was wir tatsächlich sind.
Wahres Wissen ist daher untrennbar verbunden mit den existentiellen
Grundlagen unseres Daseins und erschüttert diese, öffnet
in Veränderung.
Unsere wahre Natur beginnt sich zu ent-schleiern.
In dieser Befreiungsbewegung wird das Ich langsam ausgehöhlt,
entleert, es stirbt.
Das Ich ist jetzt primär Hingabe an die letzte Wirklichkeit,
es nimmt an, was ist und Leben setzt sich frei:
Nicht das Ich, die gunas (Bewegungen des universellen Bewusstseins)
haben dich an den Ort gebracht, an dem du JETZT bist (Isvara
– der Schöpfer) – lass also die Schöpfung
das für dich regeln, was du geregelt haben willst…
Auf der Ichebene regiert Vielfalt
+ Differenzierung/Verschiedensein und das Prinzip
von Anziehung und Abwehr –
jenseits der Illusionen des Ichs und jenseits der
Idee von einem Ich treffen wir das, was sich immergleich ist.
Anerkennt das „Ich“ seine eigene Relativität
und wendet sich konsequent dem ich-losen Sein zu, enthüllt
sich dem Ich die Präsenz des Ewigen. Das Absolute beginnt
unser Leben zu „speisen„ und setzt enorme Kraft
frei zur Heilung unseres Lebens.
Den Weg des Ichtods zu gehen ist unumgänglich, wenn wir
uns nach einem auf unsere letzte Wirklichkeit bezogenen, harmonischen
Leben sehnen.
Die angenehmste Form sich zu sterben ist
die:
Veraltete, behindernde Teile zerfallen im Sein mit einem Meister/Meisterin
Und: während tiefer Meditationen in Stille (in permanenter
sadhana)
Und: im susupti-Zustand des Tiefschlafs
Jedes Ich ist aber auch durch den Aussenbezug mit nicht so
netten Formen des Sich - sterbens konfrontiert: Konflikte
im innen und außen machen innere Arbeit nötig zur
Ablösung des Ichs von als Schmerz oder Angst erlebten
Themen.
Begleiterscheinungen des Ich-Todes sind dabei das hin und
her des inneren Kämpfens, das hin und her zwischen den
wissenden buddhi-ebenen, genährt durch die Ausrichtung
auf das Absolute, und den Widerständen im Ichsinn (ahamkara).
Es wird Vertrauen nötig zu dem, was Du wirklich bist
und Mut ist nötig, Mut, zu springen: das Alte zu verlassen,
ohne das Neue zu kennen.
Hilfe bei der inneren Arbeit
Es hilft, auf der Hut zu sein vor…
Die Zerbrechlichkeit und Flüchtigkeit unseres Bewusstseins
als Werden, die Vielschichtigkeit der sich
verändernden Lebensformen, kann sich dann in der Beständigkeit
des SEINS verankern, die Liebe und Glücklichsein für
uns bereithält. |