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Das Ich – die Schöpfung
und das Absolute
Es ist unwesentlich, wie das Ich gestrickt
ist, welche Widerstände, Abgründe, Widersprüche
oder Verhaftungen im weltlichen es beherbergen mag, wenn es
Zeit ist, enthüllt sich unsere wahre Natur un-erwartet
und völlig mühelos.
In seinem Kern ist das Ich absolute, un-differenzierte
Einheit und nur Das – Alle weiteren Facetten des Ichausdrucks
sind Verhüllungen dieses Kerns; Verhüllungen, die
Bildern gleichen, die das Leben schafft und die als „ich“
erscheinen durch den Mechanismus der Identifikation mit der
kreativen Vielfalt der schöpferischen Seite des Bewusstseins.
Das Schöpferische beherbergt das Vergängliche und
die Bewegung beim Träumen des großen Traums. In
der Kollision des „Ichs“ und seiner Idee von Persönlichkeit
mit dem Ewigen wird Schöpfung still und Heilung geschieht
spontan auf vielen Ebenen…
Was ist also das Ich –
das Ich und die Vorstellung von „seiner“ Lebensgeschichte
nährt sich aus einer Reihe von Identifikationen mit Schöpfungsmaterial
des universellen Bewusstseins.
Es widerspiegelt die (in der Sprache der linearen Zeit ausgedrückt)
vorgeburtlichen Prägungen des Bewusstseins, das durch
den aktuellen Körper-Verstand wirkt. Universelles Schöpfungsbewusstsein
entfaltet sich mit Hilfe des Körper-Verstands ins Materielle
hinein und wird zum Instrument der Lebenskraft des Lila, des
kosmischen Spiels. Bewusstsein kann sich in diesen Formen
selbst wahrnehmen. Bewusstsein sieht immer nur auf sich selbst.
Es sieht sich in seiner Doppelnatur. Es erfährt seine
vielen Formen und erkennt sich in der unmittelbaren Direktheit
des Seins als sein eigener unbewegter, immergleicher und formloser
Urgrund, als Absolutes.
Bleiben unsere vorgeburtliche Prägungen
(spezielle Schöpfungs- und Wahrnehmungsmuster) relativ
unverändert in ihrem feinstofflichen Kern und
unterliegt dieses schöpferische Kernmuster (Mandala)
einer Reihe von Projektionen, während derer es unterschiedliche
Körperformen annimmt, sieht das aus, wie eine Folge von
Inkarnationen, die in sich schlüssig und gerundet ist.
In diesem Fall nennen wir diese vorgeburtlichen Prägungen
Seele (jivan)…
Das Ende der Schöpfungsgeschichte
in uns ist der Anfang des Wissens um unsere wahre Natur –
Wird Schöpfung still und verharrt „an einem Punkt“,
enthüllt sich ihr eigener Ur-grund - das unbewegt
ewig SEIENDE – das Absolute.
In ihm ist Schöpfung geborgen als Nicht-definiertes –
leeres , “reines“ Sein – ohne Eigenschaften
– ohne Form. Die Bewegung der vielfältigen Formen
erkennt sich in der absoluten Einheit des Formlosen als ihrer
eigentlichen Natur und hält inne, wird still –
bewegungs-los.
Bezogen auf das „Ich“
erlöst sich das, was wir Lebensgeschichte nennen -
es erlöst sich das, was wir Seelengeschichte nennen und:
es enthüllt sich der Tanz der
universellen Schöpfung als unendlicher Traum…
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