Renate Busam
 
 
 
in aller Kürze

 

Zeit (-losigkeit)

Wenn lineare Zeit aus dem Zeitlosen auftaucht
öffnet sich Raum-Zeit,
Raumzeit-Materie-Gleichungen erscheinen,
und die Bedingungen für die Möglichkeit
der Manifestation von Welten und Dimensionen ist gelegt

und:

die Bedingungen für die Möglichkeit
von Erleuchtungserfahrung und Verwirklichung

Verwirklichung

Es ist unwesentlich, wie das Ich gestrickt ist, welche Widerstände, Abgründe, Widersprüche oder Verhaftungen im Weltlichen es beherbergen mag, wenn es Zeit ist, enthüllt sich unsere wahre Natur un-erwartet und völlig mühelos.

existiere Ich?

wie wirklich ist das „Ich“?

alles geht...ent-leert sich
setzt sich frei in der STILLE
zeigt seine ursprünglichen Schöpfungsgleichungen
zerfällt in seine ursprünglichen Schöpfungsgleichungen

was bleibt ist Leere- reines SEIN

Was ist das Ich?
letztendlich ein komplexes Wahrnehmungsraster,

- beinflusst /ausgestaltet von den vorgeburtlich- zeitlos schwingenden Samen der Kernmatrix.

- Diese intelligenten „Samen“, formen sich aus in Auseinandersetzung mit der Erdanbindung, der Resonanz zum kollektiven Erdbewusstsein
(Kernerfahrungen des Menschseins, Schmerzkörper der Erde) also mit den „Ahnenlinien“.

All das sind unbewusste Programmierungen.

- In den Dynamiken zwischen dem Körper-Geist- System des Kindes und der 12er Struktur der Familie (Teil der Ahnenlinie/Erdanbindung), taucht das Ich mit Hilfe der Kernenergie der Samen auf und erscheint nach und nach als“ individueller“, scheinbar von allem getrennter, eigenständiger Ausdruck.

Es identifiziert sich mit „seinen“ Geschichten.

- das Ich dient als Erfahrungsgrundlage für die 3dimensionale Welt, es versucht, Leben zu managen.

- Das Ich kann zu einem wichtigen Faktor der Befreiung werden, wenn es sich selbst aus dem Weg nimmt und sich dem Un-persönlichen öffnet, wenn es primär zur Hingabe wird und so die Tiefen des Seins auszuloten beginnt.
Es erkennt dann „sein“ Leben als Teil des Grossen Ganzen, und es beginnt ich-los, jenseits der karmischen Begrenzung, zu schwingen.

Der Ichsinn, ahamkara,

ist mind - und gefühlsorientiert
er will, wertet, ordnet ein, differenziert,
ist bezogen auf ...
und ist daher immer gefangen in der Subjekt –Objekt - Dualität,
dh. er ist niemals ganz EiNS...
DER Ichsinn nährt sich aus der Erinnerung oder schwingt in den Wunschprojektionen der Zukunft und ist so niemals ganz in der Gegenwart.

Ohne Erinnerung, ohne Geschichten, kein Ich:
das Vergangene liefert dem mind immer Stoff oder das Ich wärmt das Alte ständig neu auf.
So entstehen die mentalen Kristallisationen der Ichkerne.
Das Ich liebt seine Geschichten, es will nicht sterben.
Es projiziert seine Ideen, aber auch seine unbewussten Leidstrukturen auf „das andere„ .
So wird die 3dimesionale duale (Ich-DU)Wirklichkeit aufrechterhalten

Gewahrsein als Schlüssel zum freien Schwingen

Kreative Öffnung der Lebensenergie entsteht im Gewahrsein,
im VERHARREN IM SEIN, in der STILLE.
Und zwar unabhängig davon, welche phänomenalen Zustände des Ichs (Aufregung, Wut, Gleichklang, Frieden)
und des Körpers ( erschöpft, frisch, gesund, krank etc.) gerade da sind und den Moment zu bestimmen scheinen.
Sie sind nicht wesentlich.

Gewahrsein ist Öffnung in Harmonie und freien Lebensfluss; eigenständiger, es bringt die Dinge in Ordnung.

Was ist Schöpfung:

ein einheitlicher Gedanke im Bewusstsein, der sich manifestiert ..

Schöpfung
ist Einheitsverlangen der Seele;
die Energie der Samen der Matrix drängt nach Manifestation .

Das Ich ist nicht der Schöpfer -
Schöpfung ist unpersönlich, passiert spontan.

Schöpfung spiegelt sich in unseren Körperhüllen, im physischen und in den feinstoffichen Körpern.
Die feinstofflichen Ebenen unseres Körper-Geist- Systems sind faszinierende Instrumente des Ewig Immergleichen, um Geist in die Materie zu bringen.

Extase

Der Wegfall der Identifikation mit Schöpfung als individueller Handlung und das Verschmelzen mit dem universellen Schöpfungsbewusstsein und seiner manifestierten kreative Fülle löst Extase aus.

Extase taucht auf als Erkenntis der unmittelbaren Einheit mit dem universellen, gänzlich un-persönlichen Charakter des Bewusstseins.

Verwirklichung und Schmerzkörper

bedeutet
Manifestation und De-Manifestation

Unsere Inkarnation zwingt uns dazu,bestimmte vorgeburtliche Samen
auszugestalten- sie werden zu „unserem“ Leben.
Die Ausrichtung auf die Stille gibt dem Kraft in unserem Körper-Geist-
system, was jenseits aller Schöpfung ist.
Verwirklichung bringt Veränderung, bringt die Auflösung bestimmter
gelebter Formen, die Teil „unseres“ Lebens sind/waren mit sich.
Ihre Auflösung kann als Schmerz erscheinen im Physischen und im
Emotionalen.

Verwirklichung und Schmerzerfahrung

Die ER-lösung der Welt -erfahrung im System, das Freisetzen der Identifikationen mit der Welt , das Freisetzen des Ge -und Er-lebten setzt uns in EINS mit allem und ruft den Schmerzkörper auf den Plan.

Die Zellerinnerungen öffnen.

Es heilen die ge/erlebten karmischen Kernerfahrungn „unserer„ Lebensgeschichte bis hin zu kollektiven Schlüsselerfahrungen, die den Schmerzkörper des Erden- daseins prägen, etwa:

- die Trennung vom Göttlichen

- Mangelbewusstsein und Minderwert

- Gewalt - Überlebenskampf

- Leiderfahrung - Wut und Selbsthass

Dieser Prozess kann gesehen werden als Erlösung der vorgeburtlichen Prägungen, der gelebten Samen, im reinen Sein
oder
Das Körper-Geist- System verlässt die bisherigen Schöpfungsprojektionen und verharrt still, bleibt verankert im Sein oder
Die sich als getrennt erlebte „schöpferische Seele“ findet sich als universelles Bewusstsein wieder. Das System ist verankert im SEIN . (Atman findet sich wieder als Brahman.)

Transzendenz

Jenseits der Illusion(en) des Ich,
und jenseits der Idee von einem Ich
treffen wir das, was sich immer gleich ist.

Anerkennt das „Ich“ seine eigene Relativität und wendet sich in der Stille konsequent dem ich-losen Sein zu, enthüllt sich dem Ich das Un-persönliche, die Präsenz des Ewigen.
Die Ausrichtung auf das transzendente Immer- gleiche beginnt unser Leben zu nähren und setzt auf enorm kreative Weise Potentiale frei zur Heilung unserer Lebensumstände.

Das Transzendente ist das einzig Konstante, die Zuflucht, im schnellen Wechsel des Lebens.

Ich-Tod und Verwirklichung

Unsere wahre Natur ist absolute Einheit und sie ist transzendent.
Auf der Ichebene regiert Vielfalt und Differenzierung und Verschiedenheit.
Das Prinzip von Anziehung und Abneigung, durch das das Ich regiert wird,wirkt dabei als ständiges Konfliktpotential.

Den Weg des Ichtods zu gehen, bedeutet die Freigabe der Ich -zentrierung des Körper-Geist- Systems.
Die Anerkennung des Un-persönlichen als zentrale Kraft, als unsere wahre Natur ist unumgänglich, wenn wir uns nach einem harmonischen, erfüllten Leben sehnen.

Die angenehmste Form ,“ ich zu sterben“ ist die:

- Veraltete, behindernde, meist unbewusste Aspekte des Ich, die unsere wahre Natur verhüllen, zerfallen im Sein mit einem Meister/Meisterin
- wir heilen im Zustand des Tiefschlafs vor allem im Feinstofflichen, und dadurch, wenn wir beim Erwachen die unmittelbare Weisheit dieses Zustands erfahren dürfen.
- unser System transformiert sich spontan und organisch, wenn wir uns der Meditationen widmen, in Stille SIND.

die nicht so angenehme Form kennen wir alle:

Das Grosse Leben macht es: wir „sterben“ in der Auseinandersetzung mit Konflikten im Aussen oder im Innen.

Schmerz

In der Ausrichtung auf die Stille treffen wir ab und an auf den Schmerzkörper:

- Er ist Teil der Familienstruktur, des Familienkörpers
- Er schwingt in Resonanz zur vorgeburtliche Prägung, zum Seelenkörper
- Er schwingt in Resonanz zur Erdanbindung und damit zu den archetypischen Menschheitsthemen im Erdbewusstsein.

Wenn da Schmerz ist, erlöse die Identifikation mit diesem
gib dem Schmerz keinen Namen, keine Definition, keine Wertigkeit
gehe ins Zentrum des Schmerzes, atme und beobachte...

Schmerz gehört zum Ich-und Körperbewusstsein:
wenn du durch stille Meditation tiefer gehst
und als stilles SEIN bist,
verschwindet das Schmerzempfinden
.

Ich und Du – ein Paar ??

Nicht das Ich entscheidet - und auch nicht das Du, ob Ich und Du ein Paar werden und wie lange wir es sind.
Wer ist schuld?
Die innere Einheit beider Systeme.

EINHEIT setzt in jedem Partner Bewusstseinsentwicklung als die „Paar-Themen“ frei.
Die innere Einheit eines Paares macht die gegenseitige Anziehung, aber auch die Kernprobleme einer Beziehung aus.
So heilen und wachsen wir im Spiegel des anderen.

Die Erlösung bestimmter innerer Themen in einem Partners oder ein Quantensprung im Energiefeld kann eine Beziehung schlagartig beenden; letztendlich geht es auch in Beziehungen um den Ausdruck von Schöpfungsresonanzen - sie kommen und gehen.

Im Erkennen und Leben des inneren Berührt - Seins mit unserer wahren Natur, die nicht definiert ist,
fliessen Beziehungen frei.

Frei Schwingen in Beziehungen:

Karmische Muster in Beziehungen sind völlig auflösbar.
Der konfliktträchtige Ichsinn, der ahamkara, kann im konsequenten Bezug auf die Stille einen und heilen.

In der Stille können spontan folgende Heilebenen in Verbindung mit Beziehungen auftauchen:

- die Heilung des Ich auf der Ebene der projizierten Gedankentrips, des Sich-Sorgens um den anderen...etc.
- die Heilung der Ichstruktur als Heilung der inneren Bedürftigkeit (inneres Kind), die auf den anderen ausgerichtet war
- durch Klarheit und inneres Wissen zerfallen hemmende Projektionsmechanismen auf den anderen.

Es entsteht gelassene Distanz.

- Vertrauen und Geschehen-lassen in einer Beziehung entsteht im Wissen um die Einheit, die jeder Beziehung zugrunde liegt und die kraftvoller ist als jegliche Beziehungsgeschichte.

Der Schlüssel zu einem freien Leben, zu glückenden Beziehungen ist also die stetige Verankerung des Ich im Sein, die Hingabe an das Eine ohne ein Zweites.

Sat - SEIN

„Miäer und Pythagoreer haben sich gefragt, welches Prinzip liegt dem
Universum zugrunde, oder welche Substanz oder vereinigende Kraft
liegt dem Universum zugrunde, so dass die „Welt (...) ein einziges
Ganzes ist?
Und Xenophanes antwortet nun: das Eine
Was ist fragten sich jene, nun die tiefste Natur des Einen und
Parmenides antwortete:
das Sein.“
(lamanna, Storia della Filosophia, Firenze 1967)

Anfang und Ende

Das Ende der Schöpfungsgeschichte in uns
ist der Anfang des Wissens um unsere wahre Natur