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„...und können wir etwa den mächtigstem
Faktor unbeachtet lassen, den Tod?
Die ganze Welt eilt dem Tod entgegen – alles stirbt.
All unser Fortschritt, unsere Eitelkeiten, unsere Reformen,
Luxus, Reichtum und Wissen
– alles hat das gleiche Ende - den Tod. Das ist das
einzige, was sicher ist.
Städte entstehen und zerfallen ... Planeten bersten in
Stücke und werden zu Staub...
(Swami Vivekananda, Jnana Yoga, Freiburg 1990)
…„ der Tod, wie man ihn üblicherweise
versteht, existiert in Wirklichkeit nicht.
Das, was wir Tod nennen, wird vom Siva-Prinzip beherrscht,
welches besagt,
dass der Tod nichts anderes ist als eine Umwandlung, eine
Bewegung (...)
nur ein Wechsel des Bewusstseinszustandes …“
das Unsterbliche kann nicht sterblich werden (absolute Eine,
d.Verf.)
– das Sterbliche kann nicht unsterblich werden (das
Ich, d.Verf.)“
(vgl. hierzu Raphael, Post Mortem, in Jenseits des Zweifels,
S.123ff ISBN 3-925898-76-X) |
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Phasen des Sterbens
– Rückzug des Bewusstseins
Bewusstsein ist unendlich kreativ und dennoch
in seinen Erscheinungsformen an universelle Gesetze gebunden
– wie etwa an die des Zyklenwachstums, an die der Materie-
Geist- Gleichungen und viele andere, die alle einem Zweck
dienen: sie sind Instrumente der Einheitsfindung, die so den
Tanz des Vielen und des Einen aufrechterhalten und letztendlich
alles Bewegte offenbaren als Widerschein des Ewig Un-bewegten
– alle Formen als begründet im Formlosen.
Die hier benannten Phasen des Sterben ergeben
sich aus universellen Gesetzen von Werden und Sein.
Die Phasen sind eher als Strukturmerkmale zu verstehen,
die beim Sterben auftauchen können, nicht als zentraler
Leitfaden.
Sterben hat viele Gesichter (siehe dort - kommt noch).
Die hier benannten Phasen sind entstanden aus meiner (R. B.)
inneren Anschauung von Sterbeprozessen, aus einer intensiven
Einweihung in zentrale Öffnungen des Körpers beim
Sterben, die ich Mitte 30 erlebt habe und aus dem Nach-denken
über Erfahrungen bei der Sterbebegleitung.
Bei der Ordnung der Erfahrungen haben Erkenntnisse
aus dem Ägyptischen und Tibetischen Totenbuch geholfen,
und vor allem auch die im Werk von Raphael (weitgehend im
Kamphausen-Verlag erschienen) verstreuten kleineren Schriften
zum Thema Tod.
1. Phase: Auszug des Bewusstseins
aus dem physischen Körper
Beim Verlassen des physischen Körpers setzen sich zentrale
Ankerpunkte des lebendigen Bewusstseins frei:
am Bindupunkt am Kopf, an den Fußsohlen, in der Rosenbrücke
(Herz-Solarplexus).
Es öffnet sich die Verankerung des Lebensstroms im Herzen,
unserem Synthesezentrum, weil das ganze Sterben eine phantastischer
Prozess der Vereinheitlichung, der Einheitsfindeung –
der Erlösung des Besonderen, des Partikularen im Universellen,
im Allgemeinen ist.
Wenn der Körper noch am kämpfen ist – ist
das Bewusstsein weit weit weg.
– Das Bewusstsein hat die Fähigkeit, sich mit dem
Widerschein der tiefsten Ebene der Existenz – der Grossen
Stille rückzukoppeln – weil sie unsere
wahre und eigentliche Natur ist.
Wenn die Einheitsfindung beginnt, öffnet das Bewusstsein
in die vertikale 12er Achse aller Körper (Hilfe kann
hier die Silbe Aum sein):
Ein besondere Lichterleben, der „der Glanz“ (der
7. Körper-Schwerpunkt Krone und zentrale Nadis der Mitte)
erscheint und überstrahlt alles …
Die Hauptachsen aller Körper- der grob- und feinstofflichen
(H0) sind jetzt geöffnet… Einheitsebenen –
Gottesbewusstsein ist so gegenwärtig – die 7 Chakren-Tore,
die im Körper geöffnet sind, schwingen in der Null-Substanz
der inneren Mitte (im Herzbezug!!)
Wenn der schwere Lungenatem stockt und das Herz sich freisetzt,
ist eine neue Ebene der inneren Wahrnehmung erreicht im emotionalen
Körper und im Ich-bewusstsein.
2. Phase: das Ätherische Doppel
Wir sind jetzt körperlos – haben keinen
Zugang mehr zur den Körperfunktionen und keine Handlungsmöglichkeiten
mehr über die 5 Sinne, wir verlieren aber (noch) nicht
die Wahrnehmung – wir „sehen„ und „hören„
mit dem inneren Sinn (den wir schon zu Lebzeiten entwickeln
können und sollten).
Wir sind jetzt im pranamayakosa, dem Ätherischen
Doppelgänger, dem Vitalkörper (die Hindus
nennen ihn akasa – in Ägypten ist er der KA-körper).
Er hat bisher unseren physischen Körper energetisiert,
er ist „die Quintessenz“ (Raphael) des physischen
Körpers (12er H-Substanz – Körperschablone)
– diese Ebene „singt“ das gaiatrie-mantram)
Diese pranische Körperhülle (auch als stahlblauer
elektronischer Körper zu sehen) schwingt sehr stark mit
dem elektromagnetischen Feld der Erde synchron und hat große
Resonanz zur Materie, obwohl er rein geistiger Natur ist.
(Hier kann kämpfen und nicht loslassen können einsetzen
bei einem sehr materiell eingestelltem Ichsinn)
3. Phase: das Astral
Wir gelangen in den kama-manas, den Verstand-Gefühlskörper,
in den ASTRALEN KÖRPER. Wir sind jetzt also als astrales
Bewusstsein – und das Ichbewusstsein oder genauer der
Ichsinn (ahamkara) beginnnt sich weiter aufzulösen.
Diese Phase ist am schwierigsten – weil der fühlende
Verstand (manas) das Reich des Individuellen ist. Diese Ebene
ist voller Ich-Gedanken und Gefühlsmuster, die sich aus
dem Gesamtzusammenhang des Seins, d.h. von der Einheit abgetrennt
haben (unkoordinierte Energien) und die ein Eigenleben führen.
Die Gefühlsseite des kama-manas, des Astrals, wenn ungereinigt,
besteht aus Begehren, aus Wünschen, aus Verdrängtem,
z.B. aus alten Ängsten, aus Hass etc. Gleichzeitig sind
die Ersatzwelten des astralen Körpers auch sehr stark
kollektiver Natur, da wir viele Grundgefühle vor allem
die aus kompensatorischem Ersatz-(er)leben mit anderen teilen,
bzw. sie aus dem kollektiven Gefühlspot der Menschheit
oder der Kultur, in der wir gelebt haben, entnommen haben...
... all das kann jetzt Gestalt annehmen es projiziert sich
wie Filmmaterial und erscheint in Bildern – Filme entstehen,
in die das Ich wie in einem guten oder bösen Traum hilflos
hinein gestrudelt wird und wie im Traum erkennt das Ich nicht,
dass es sich bei den bedrohlichen Welten um seine eigenen
Gedanken und Gefühle, um seine eigene Verstrickungen
im Erdendasein handelt - verstärkt durch die kollektiven
Resonanzebenen.(vgl. hierzu die Welt der Dämonen u.a.
im Tibetischen Totenbuch).
Dennoch ist der Kern des Astralen wie alle Formen formloses,
kraftvolles Licht.
Und wie im Leben haben wir auch jetzt unsere innere Führung
(Gesänge und Gebete der Angehörigen können
helfen, gut durch diese Phase zu kommen, vor allem aber die
Hingabe an das eigene innere Licht, die Anbindung des Herzens
an die überpersönliche Liebe (prem), das Wissen
um unsere Verankerung im Göttlichen-in welcher Form es
auch gelebt wurde.
Wenn wir in der Lage sind, uns nur auf dieses formlose Licht
zu konzentrieren und dieses Licht zu halten, das Bewusstsein
darin zu fixieren, kann diese schwierige Phase bei der Involution
des Bewusstseins verkürzt oder gar übersprungen
werden.
4. Phase: Buddhimayakosa (Seelenkörper)
und das langsame Sterben des Bewusstseins als Ichbewusstsein
nDas Highlight für das „Ichbewusstsein:
seine Überraschung, wenn das Ich erkennt, dass es stirbt
bzw. nun den „Todesprozesses“ als Inkarnationsende
erlebt. Das Ich kann hier für kurze Zeit noch zum distanzierten
Beobachter, zum inneren Zeugen werden.
Der“ buddha“ – die Heimkehr durch finden
des inneren Synthesepunkts der Einheit- sordnungen ist das
innere Werk – es ist die Subsumption der gelebten Erfahrungen
– das Zusammenfliessen und die Auswertung der Erfahrungen
durch die Linse des Einheitsprinzips aller Körper im
einheitsstiftenden Herzbezug (SELBST-LIEBE – sat-prem)
Wenn das Bewusstsein diesen Zustand der Icherlösung
durch das Einschmelzen im formlosen Urlicht (adhyatma) verwirklichen
kann, sind wir, die wir jetzt ich-los sind, im dharmakaya
angekommen, im inneren Einheitskörper von allem.
Ob und wie das geschieht, ist stark von unserem Lebensweg,
den karmischen Mustern, also der ungelebten und gelebten software
der Seele abhängig – das Ich beginnt sich jetzt
langsam ganz aufzulösen, zu entindividualisieren, indem
es der Seele, dem jivatman begegnet und mit diesem verschmilzt...
Die Seele kann dabei als Spiegel verschiedene Formen annehmen...
sie kann als mächtiges Lichtwesen erscheinen,als Engel,
als Jesus, Buddha oder Maria, als reines Licht oder als innere
Stimme. Die Gottestraditionen der Seele/Schöpfungsgleichungen
öffen sich: Jesus- das Germanisch-keltische Erbe, die
Bedeutung des Engelsebenen… je nach den im Gottesausdruck
gelebten oder unbewusst gespeicherten Identifikationsbildern
des Seelen/Schöpfungs-Bewusstseins. Möglicherweise
sieht das sterbende Ich-Bewusstsein in dieser Phase auch noch
einmal das ganze Leben aus erweiterter Perspektive ablaufen.
Dies geschieht vor allem dann, wenn erstarrte, als Widersprüche
oder als traumatisch gelebte Erfahrungen sich noch ausdrücken
müssen, bevor die Ich-identität, das Ichbewusstsein
ganz erlischt.
Die Empfindungsfähigkeit erweitert sich in die Wahrnehmung
aller Körper. Die 12er Hauptfunktion der Seele (das Prinzip
der Einheitsstiftung als Grundlage allen Seins) wird deutlich
– d.h. es wird klar, dass Leben im innersten Sein allein
Einheit ist und alles so sein musste und perfekt war wie es
war - dies wirft neues Licht auf wieder erlebte Geschehnisse
(wir sind ja jetzt jenseits der 3-dimensionalen Zeitstruktur
des „Nacheinander“ - es gibt weder Vergangenheit,
noch Gegenwart, noch Zukunft).
Diese Phase kann wochen – oder monatelang gehen –
sie ist die Hauptphase der inneren Einheitsfindung, die das
erfahrene Leben und die sich projizierte Seelensoftware in
Eins setzt – sie ist die Phase des Entstehens der neuen
Ordnungen der Seele im Gesamtzusammenhang der Schöpfung
und des gelebten und erweiterten Schöpfungspotentials.
Z.B. kann eine Neuordnung der Wissensbereiche der Lichtalphabete
der Seele geschehen durch erweiterte Wahrnehmung, Seelenaspekte
verknüpfen sich neu oder harmonisieren sich mittels innerer
Ein-sichten des „Zeugen“:
In der 12 Hauptfunktion der Seele begegnen sich am Ende die
Reinigungsflächen in einem Punkt. Alles fällt in
EINS. Dieser Einheitspunkt ist das Ende und gleichzeitig der
Neuanfang von Schöpfung - dies gilt nur dann,
wenn das Bewusstsein mit Schöpfung und Bewegung identifiziert
bleibt – also Schöpfung/Brahma saguna und Isvara
nicht verlassen kann, um sich im eigenschaftslosen formlosen
Selbst zu als dem Eigentlichen, der höchsten Wahrheit,
zu spiegeln.
Viele Menschen erreichen diesen Zustand des Urlichtes, der
Einheit mit dem Absoluten Formlosen nicht, sondern bleiben
als feinstoffliches vor-manifestiertes Bewusstsein in Zwischenebenen
der Schöpfung, irgendwo „innen“ in den feinstofflichen
Schöpfungswelten, je nach Resonanz (im sambhogakaya –Zustand,
vgl- hierzu auch das Tibetische Totenbuch, den Bardo Thödrol).
Diese Phase des Sterbens ist also der eigentliche Tod, denn
das Bewusstsein hat jetzt keine individuelle Färbung
mehr. |